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Von Gockelhahn bis Warzen-Ente

  • PresseberichtGeflügelKaninchen

SCHAU Züchter stellen Geflügel und Kaninchen aus / 400 Besucher in Alter Markthalle

Die jährlichen Ausstellungen des Geflügel- und Kaninchenzuchtvereins (GKZV) Ingelheim 1903 „bewegen“ mittlerweile an den zwei Tagen, an denen die Schau in der Ingelheimer Alten Markthalle zu sehen ist, bis zu 400 interessierte Besucher. In diesem Jahr war das Ereignis noch ein wenig bedeutender, denn angeschlossen war die „Sonderschau des Bezirkes Süd-West für Australorpszüchter“. Australorps ist eine um 1920 in Australien durch Verpaarung dort einheimischer Hühnerrassen mit englischen Orpington entstandene Spezies, die sich durch besondere Legeleistung auszeichnet.

Juroren geben Bewertungen ab

40 Aussteller, darunter auch fünf Jugendliche, beteiligten sich 2010 mit ihren Hühnern, Gänsen, Tauben und - Geflügelzüchter haben keine Probleme mit Integration - Kaninchen.

Die Schirmherrin der Veranstaltung, die städtische Beigeordnete Irene Hilgert, überreichte einen Umschlag mit Barem und bestätigte die sich bedankenden Züchter in ihrem Tun: „Mit den jährlichen Geflügel- und Kaninchenausstellungen leistet der GKZV einen immer wieder viel beachteten Beitrag zum kulturellen Leben in Ingelheim und zählt damit zu den Aktivposten im Vereinsleben unserer Stadt.“ Zusätzliches Lob fand Irene Hilgert dafür, dass acht Jugendliche neben den „Alten Hasen“ im Verein tätig sind. Fünf davon beteiligten sich auch an der Ausstellung.

Wobei die Beigeordnete politisch korrekt von „Alten Kaninchen“ hätte sprechen müssen, denn an anderer Stelle korrigierte der Vereinsvorsitzende Ralf Scheider eine Besucherin lächelnd: „Sagen Sie bloß nicht Hasenzüchter zu uns.“ Doch ausgerechnet Hasen hätte der neunjährige Besucher, Finn aus Gau-Algesheim, etwas abgewinnen können; aber seine eigentlichen Lieblingstiere sind Geparden.
Eine fast unüberschaubare Zahl verschiedener Arten und Rassen hatten die Juroren zu bewerten. Ihren kundigen Blicken setzten sich Emdener Gänse, Warzen-Enten (auch diese von schrulliger Schönheit), blaue Strupphühner, orientalische Roller (Tauben) und schwarze Meißner Widder und viele mehr aus. Allesamt faszinierende Geschöpfe, sozusagen Gefieder und Fell gewordener Züchterstolz.

Die Besucher konnten die Benotungen auf den Wertungskarten, die an den Käfigen angebracht waren, lesen und erkennen, wer aus Jurorensicht die Ausgezeichnetesten der Ausgezeichneten sind.

In der Fachsprache ist „vorzüglich“ hierbei das Nonplusultra; ein solches heimste beispielsweise eine orangefarbige Welsumer Henne von Züchter Peter Glaubitz ein. Heiter stimmten Besucher die qualifizierenden Bemerkungen, die die Juroren auf den Wertungskarten notierten: „Fehlt noch Brusttiefe“, musste sich beispielsweise ein Gockelhahn bescheinigen lassen. Ein aus dem Playboy stammendes Testat, so könnte man fälschlich vermuten. Richtig vermutet haben hingegen die, die dem GKZV vorausgesagt hatten, dass die Ausstellung 2010 erfolgreich und die Ausrichter zufrieden sein würden. 

Sehen Sie die Ergebnisse hier.